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Halb voll oder halb leer.
Wie am Ende eines jeden Monates erwarten wir die Zahlen der Arbeitsagenturen. Diesmal ist die Anzahl der Arbeitslosen gestiegen - oder gesunken. Eine Frage des Blickwinkels.
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Die eigentlichen Zahlen steigen auf 3,347 Mio. Das ist ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen um ca. 331.000 mehr als im letzten Monat 2010, aber immerhin noch 270.000 weniger als im Vergleichsmonat 2010. Und jetzt kommt wieder die Saisonbereinigung ins Spiel. Damit sind es doch knapp 13.000 weniger als im Dezember. Nüchtern betrachtet stieg die Quote aber um 0,7 Prozent auf 7,9 Prozent. Hört sich eigentlich gar nicht so schlecht an? Anderseits kann man aber auch sagen, dass die Arbeitslosenzahlen um 11,2% gestiegen sind. Hört sich aber nicht so schön an.
Jürgen Weise, Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, erklärte: "Die Arbeitslosigkeit ist im Zuge der Winterpause zwar gestiegen, saisonbereinigt ergibt sich jedoch ein Rückgang. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Erwerbstätigkeit nehmen erneut deutlich zu und auch die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt weiter."
So rechnet Jürgen Weise auch in diesem Jahr mit einer Fortsetzung des Aufschwungs auf dem Arbeitsmarkt. In vielen Zweigen entstehen neue Arbeitsplätze, so Weise am Dienstag in Nürnberg. Allerdings verlaufe die Entwicklung nicht mehr so dynamisch wie im Vorjahr, lässt er im gleichem Atemzug verlauten.
Wir glauben es wird noch eine interessante Debatte zum Thema Aktivierung von bestehenden Arbeitskräften geben. Denn in diesem Monat wird nur von saisonabhängigen Arbeitskräften gesprochen. Wir gehen davon aus, dass die meisten Werkstätten, Läden und Büros beheizt, bzw. klimatisiert sind - und genau dort zeichnet sich der real existierende Fachkräftemangel ganz deutlich ab.
Wir bleiben dran am Thema.
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